Dienstag, 30. Juni 2009
Abschied
Nach ziemlich genau 10 Monaten endet nun unsere schoene, lange Suedamerikareise. Morgen frueh geht unser Flug Richtung Europa.
Wir danken euch allen, die ihr uns hier auf unserem Blog waehrend unserer Reise begleitet habt. Wir freuten uns sehr, dass wir unsere Reiseeindruecke jeweils mit euch teilen konnten.
Die letzten Bilder unserer Reise bleiben wir vorerst noch schuldig, wir vermissen naehmlich seit heute unseren Fotoapparat...
Allen alles Liebe
Erich y Alice
Montag, 22. Juni 2009
Zipaquira - die Salzkathederale
Auf Initiative der Bergarbeiter wurde im stillgelegten Teil des Bergbaus eine Kathederale zu Ehren der Muttergottes, ihrer Schutzpatronin, gebaut. Der Weg zur Kathederale fuehrt durch die Tunnels, 185 Meter tief in den Berg runter.

Der Weg zur Kathederale ist ein Kreuzweg. Auf moderner, symbolischer Art wird die Kreuzigung Jesus dargestellt.

Jesus begegnet seiner Mutter.

Jesus wird seiner Kleider beraubt.
Jesus stirbt am Kreuz.
Der Kreuzweg endet in der "Cupula". Hier wird das Hiimmlische mit dem Irdischen verbunden...

Die Kathederale besteht aus drei Schiffen, das Hauptschiff, welches das Leben darstellt und die beiden Nebenschiffe, welche die Geburt und den Tod darstellen.
Das Nebenschiff der Geburt.

Das Hauptschiff mit dem groessten, unterirdischen Kreuz. Von weitem scheint das Kreuz aus Salzstein geschnitten zu sein, von nahem erst sieht man, dass der ausgeschnittene Stein das Kreuz bildet.
Da Salz nur in Verbindung mit Feuchtigkeit weiss erscheint und es im Bergbau sehr trocken ist, ist der Salzstein dunkel. Nur an Orte wie diese, wo Feuchtigkeit dazu kommt, erscheint das Salz weiss.
Zum Schluss genossen wir noch 3D-Kino 180 Meter unter der Erde.
Guatavita - la leyenda dorada
Das Dorf wurde sehr grosszuegig geplant, viele grosse Plazas, Stierkampfarena, Restaurants, Hotels.... Waehrend der Woche scheint alles einwenig ueberdimensioniert, doch am Wochenende fuellen sich die Plaetze etwas. Sicher ist hier im Bereich Tourismus noch einiges moeglich.
Bekannter als das Dorf Guatavita ist die Laguna Guatavita. Dort enstand die Legende des Eldorados. Auf einer Wanderung, haben wir diese Lagune und ihre Legende kennen gelernt.Die Wanderung fuehrte uns durch eine herrliche Berglandschaft. Erich war drauf und dran, hier eine der vielen, zum Verkauf stehenden Fincas zu kaufen ;-).


Zur Legende: Der Fuehrer der Muiscas (Volk, welches vor den Spaniern ueber Jahrunderte in dieser Gegend lebte) wurde an dieser Lagune gekroent. Mit 6 Jahren wurde der zukuenftige Herrscher in eine Hoehle gebracht. Dort lernte und meditierte er 9 Jahre lang, ohne jemals das Sonnenlicht zu sehen oder Kontakt zu anderen Menschen, ausser seinen Lehrern, zu haben. Nach 9 Jahren erwartete ihn die letzte Pruefung, eine Nacht in einem Raum mit wunderschoenen, nackten Frauen. Wenn er in dieser Nacht widerstand, die Frauen anzuschauen, war dies der Beweis, dass er stark war und somit wuerdig war, Herrscher der Muiscas zu werden.
In einer Zeremonie am Ufer der Laguna wurde er von oben bis unten mit Goldstaub bestaeubt. Beim ersten Sonnenstrahlstrahl wurde er mit einem Floss auf die Laguna gefuehrt. Vom Ufer aus brachten ueber 2000 Muiscas dem neuen Herrscher ihre Opfer (glodige Figuren und Goldschmuck) und warfen sie in den See.
Als die Spanier Kolumbien eroberten, suchten sie dieses Gold. Nach ihnen folgten die Englaender und Deutschen, welche sich auch auf der such nach dem El Dorado machten. Es ging sogar so weit, dass eine Einkerbung in die Bergkette gegraben wurde, um den Wasserspiegel zu senken. Spaeter versuchte man sogar mit einem U-Boot das Gold zu finden. Gefunden wurden viele Stuecke, doch bis auf den Grund der Lagune ist noch niemand vorgedrungen. Wer weiss, wieviel Gold da noch vorhanden ist! Wir sind leider ueber keine Goldstuecke gestolpert!!! El Dorado gibt es also noch.....





Fruehstueck auf der Plaza de alimentos auf kolumbianischer Art: Uevos pericos und heisse Schokolade mit Kaese auf dem Feuer zubereitet.
Dienstag, 16. Juni 2009
Koloniale Wanderung
...und deren Trocknereien vorbei. Ja liebe Raucher, nicht nur im Kaffeee steckt viel Handarbeit, auch in jeder Zigarette!!!
Tabak wird von Hand gepflanzt und geerntet, auf dem Ruecken zum Hof getragen und dort zum Trockenen aufgehaengt.
Nachdem wir uns bei verschiedenen Bauern durchgefragt hatten, sind wir dann auf dem Camino Real nach gut 3 Stunden in Guane eingetroffen. Guane ist ein verschlafenes, wunderschoenes koloniales Dorf.
Von Guane aus, sind wir dann weiter nach Barichara, einem weiteren, grossen Kolonialdorf. Diesmal hatten wir das Glueck nicht, den Camino Real (ein Pflastersteinweg) zu finden. Unsere "Wegweiser" fuehrten uns der Hauptstrasse entlang zum naechsten Dorf. Na ja, die Wanderung auf der Teerstrasse war nicht so toll, doch um so schoener diesmal das Ziel!
Autos und viele Sachen aus der modernen Welt gibt es sehr wohl in Barichara. Und doch scheint hier die Zeit still gestanden zu sein. Es gibt keine Neubauten und Neonreklamen, nur koloniale Haeuser, gepflasterte Gassen und einige Kirchen.
Nach fuenfstuendiger Wanderung haben wir uns einen feinen Kaffee, verdient. Kann man Kaffee schoener servieren?
Barichara by night...

Am Sonntag war Erntedankfest. Rund um der Plaza wurden Altare mit Blumen, Fruechten und Gemuese aufgebaut. In der Mitte der Plaza hatten die Bauer ihre Autos mit einem Teil ihrer Ernte dekoriert. Auch Huehner und Ziegen wurden praesentiert.
In einer Prozession ist der Pfarrer von Altar zu Altar "gewandert" und hat die Segnungen gesprochen.
Am Sonntag sind wir dann weiter nach Cabrera gewandert. Diesesmal fuehrte uns der Weg vor allem an Heuhnerfarmen vorbei und an vielen Hunde. Unsere Wanderstoecke haben gute Dienste geleistet! Zuerst fuehrte uns der Weg den Berg hoch und dann auf einem steilen Kreuzweg den Berg runter in das naechste koloniale Dorf.
Zum Glueck koennen wir gut Spanisch, denn das mit der Wegbeschreibung rueckwaerts laufen funktioniert definitiv nicht ;-)!!!!
Freitag, 12. Juni 2009
Taganga- Parque Tairona
Ewig wollten wir doch nicht in dieser schoenen Stadt bleiben. So sind wir weiter der Karibikkueste entlang gezogen und in Taganga gelandet, ein kleines Fischerdorf, welches sich langsam zum Touristenmekka (vor allem fuer Taucher) entwickelt.
Strand in Taganga.
Blick vom Hostal aus.
Wir haben unglaublich viele tropische Fruechte genossen. Die werden wir in der Schweiz wohl sehr vermissen. Am besten schmeckt die frische Ananas am Plamenstrand...
Schnorchelnd hat Erich die Unterwasserwelt auskundschaftet...
Nach 3 Tagen Strand hatten wir Bergler genug von der Hitze und sind mit dem Nachtbus in die Berge gefahren. Hier hoffen wir, 2 mehrtaegige Trekkings machen zu koennen! Mal schauen...




