Montag, 29. Dezember 2008

Eine Busfahrt die ist lustig, fallari, fallara...

Nachdem wir den suedlichsten Punkt erreicht hatten, hiess es nun wieder nordwaerts fahren.
Morgens um 5 ging es los. Nach 1 1/2 Stunden gab es Kaffeehalt, dann ging es weiter nach Rio Grande, der groessten Stadt auf Feuerland. Da mussten wir umsteigen. Bevor wir in den neuen Bus steigen konnten, wurden die Paesse minuzioes geprueft. Mit einem Bus voller argentinischer Familien, von anderen Touristen keine Spur mehr, fuhren wir bis zur Grenze Argentiniens. Da sah es aus wie an Weihnachten im Skigebiet, Autokolonnen! 1 Stunde warteten wir, bis wir anstehen durften, um die Paesse abzusempeln. Diese Prozedur dauerte dann eine Weile, da Vaeter/Muetter welche ohne Ehepartner mit den Kindern unterwegs waren, ihre schriftliche Bewilligung des Ehepartners vorweisen mussten. Nach uns kamen noch 3 weiter Busse an, die mussten noch laenger warten. Weiter ging es bis zur chilenischen Grenze, dort erwartete uns dasselbe Prozedere. Wir hatten Glueck, dass unser Busbegleiter das Ganze gut organisierte, da er alle Paesse einsammelte und sie stempeln liess. 7 Stunden waren wir nun schon unterwegs und erst 1/3 der Strecke lag hinter uns. Auf chilenischem Boden ging es weiter bis zur Faehre, zum Glueck stand gerade eine abfahrt bereit. Von Delphinen begleitet erreichten wir das Festland. Ein weiterer Grenzuebertritt erwartete uns, diesmal war die Autokolonne nicht so lang und doch dauerte das ganze Prozedere wieder 1 Stunde. Kaum hatten wir den Ausreisestempel der Chilenen im Sack, hiess es wieder den Einreisestempel der Argentinier holen. Dies loeste der Busbegleiter wieder souveraen mit dem Einsammeln der Paesse. Ja, wir wissen, gib den Pass nie aus der Hand! Aber so hat alles viel schneller geklappt. Nach 13 Stunden sind wir in Rio Gallegos angekommen. 13 Stunden lang liessen wir uns von suedamerikanischer Musik und gewaltvollten Filmen berieseln, zum Glueck hatten wir noch Hoerbuecher im Gepaeck!

Am naechsten Tag ging es dann weiter nach San Juan, wir freuten uns auf die Reise ohne Grenzkontrolle. Kaum waren wir unterwegs, hielt der Bus beim Polizeihaeuschen an, Passkontrolle und das im Niemandsland!!! Zum Glueck waren nur wenige Passagiere im Bus, so dauerte das ganze nur eine 1/2 Stunde! Ihr seht, langweilig wird es uns beim Busfahren nicht: Da uns solch lange Busfahrten so gut gefallen, nehmen wir heute Nacht gleich den naechsten Bus und fahren bis nach Puerto Madryn. Da werden wir dann sicher 1 Monat bleiben, unser Arbeitseinsatz wartet auf uns, wir freuen uns sehr darauf.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Feliz Navidad


Wir feiern Weihnachten in der suedlichsten Stadt der Welt! Die Kerzen stehen bereit, nur muessen wir fast bis Mitternacht warten, bis es genug dunkel wird, um die Kerzen anzuzuenden :-).

Vorgestern haben wir eine wunderschoene Bootsfahrt auf dem Beaglecanal gemacht. Mit einem kleinen Boot sind wir von Insel zu Insel getuckert und konnten dabei Seeloewen beobachten, welche faul in der Sonne lagen...hunderte von nistenden Kormorane der verschiedenen Arten...und sonstige Voegel. Als Abschluss der Tour haben wir dann noch den Leuchtturm besucht, welcher beruehmt ist, weil er nicht beruehmt ist, sprich: nicht der Leuchtturm del fin del mundo, sondern eben der andere!

Gestern dann haben wir das Ende der Welt vom Berg betrachtet. Zusammen mit Martina und Fabrizio, einem schweizer Paar, sind wir auf den Cerro del Medio gestiegen und haben die tolle Aussicht auf Ushuaia, den Beaglecanal und der Insel Navarino genossen. Bis zum Cape Horn und der Antarktis reichte die Aussicht nicht ;-).

Wir wuenschen euch ein frohes, lichterfuelltes Weihnachtsfest

Alice y Erich




Sonntag, 21. Dezember 2008

Ushuaia - la fin del mundo

Hola zusammen

Nach unserem Aufenthalt in Punta Arenas sind wir nun ganz im Sueden angekommen. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer bis Cap Horn!

Die vergangenen drei Tage verbrachten wir im nahe gelegenen Nationalpark beim, wie kann es anders sein, Trekken. Der Park ist nicht sooo spektakulaer - wir sind aber in der Zwischenzeit auch sehr verwoehnt von unvergesslichen Landschaften.

Zur Zeit sind wir dabei uns in einem moeglichst gemuetlichen Hostel einzurichten um die Weihnachten gemuetlich feiern zu koennen. Leider klappte unsere erste Hostelreservation nicht. Wir machen das beste daraus und haben nun einmal umgebucht - a ver...

Ansonsten gefaellt es uns hier in Ushuaia sehr gut. Das Wetter ist wie es ueblicherweise an Weihnachten in der Schweiz ist: kalt, nass und zum Teil mit Schneefall! Es kommt richtig Weihnachtsstimmung auf :-)

Bilder folgen, der Compi streikt zur Zeit

Herzlich

Erich y Alice

Montag, 15. Dezember 2008

Umgebung Punta Arenas

Ausflug zum Fort Bulnes, eine der ersten Befestigungen an der Magelanstrasse

Bum bum...

Der Samichlaus hat auch uns besucht und mit uns zusammen eine Militaerparade in Punta Arenas bestaunt.



Die Militaers sponsorten anschliessend heissen Kaffee...

Und endlich, die Pinguine!





Freitag, 12. Dezember 2008

Perito Moreno

Der einzige (?) Gletscher der kalbert (sagen die Argentinier stolz). Auf dem Rueckweg von dem Trekking zum Lago Firas besuchten wir dieses Phaenomen.

Bereits aus der Ferne ein wunderschoener Anblick. Aus naechster Naehe genossen wir (zusammen mit den vielen anderen Touristen!!!) das Krachen und Bersten des Gletschers. Leider waren wir zu langsam, um jeweils das Abbrechen der Tuerme zu fotografieren:-)






Donnerstag, 11. Dezember 2008

Trekking Lago Frias

Hola zusammen.
Und wieder haben wir ein 5-taegiges Trekking hinter uns. Diesesmal fuehrte uns unsere Wanderung weg von den Touristenstroemen hinein in die patagonische Einsamkeit. Unsere etwas abenteuerliche Wanderung begeistere uns natuerlich wieder.

Gesund und munter erholen wir uns nun von den "Strapatzen" in Punta Arenas. Die Stadt ist die suedlichste Stadt des amerikanischen Kontinents, von hier legen uebrigens auch die meisten Schiffe welche in die ANTARKTIS fahren ab. Zudem werden wir von hier aus in ein paar Tagen weiter nach Feuerland reisen um dort Weihnachten zu verbringen.

Neugikeiten haben wir uebrigens betreffend unserer Projektarbeit: Ab 5. Januar werden wir als Volontaire auf der Penisula Valdes in einem Naturschutzprojekt arbeiten. Welches genau unsere Aufgaben und Tateigkeiten sein werden wird sich noch herausstellen (fuer alle Personalfachleute: Es besteht kein Anforderungsprofil oder Pflichtenheft..) Abgemacht haben wir vorerst fuer einen 1 Monat-Einsatz. Wir werden euch informieren was wir dort genau treiben.

Photos vom letzten Trekking folgen, sobald Erich es schafft, das Kabel zum herunterladen der Photos ins Internetkaffee mitzunehmen :-)

Herzlich

Erich y Alice


Das erste Wesen, welches wir am Morgen auf dem Weg in die Einsamkeit trafen...

Abgeschiedenheit heisst auch, keine Bruecken. 9x ueberquerten wir eiskalte Gletscherfluesse und das zum Teil bereits um 7:00 Uhr morgens, brrrr!

Zu viel Wasser, da hiess es campen und warten...


Was wuerdet ihr vorziehen, eine solche Bruecke ueberqueren oder den eiskalten Fluss durchqueren? Im Tourenbeschrieb wurde diese Bruecke als "etwas marode" beschreiben.

Die Laguna Frias. Hier hiess es dem Ufer entlang ueber Stock und Stein klettern, fuer eine Strecke von 4 Km brauchten wir 2 Stunden!



Vom Refugio am Lago Frias aus genossen wir diese Aussicht..
Refugio Frias, eine Nacht Gast beim Institut del Hielo Continental (Wir teilten die einfache Huette nur noch mit Maeusen), die Huette befindet sich 2 Tagesmaersche weit weg von der letzten Estancia (Bauernhof).

Auf dem Rueckweg...... und wieder hiess es Schuhe ausziehen!Blick zurueck.Zurueck in die Zivilisation, der wunderschoene Campingplatz am Lago Roca. Wunderschoener Abschlussabend unserer Tour.







Mittwoch, 3. Dezember 2008

Fiz Roy - Cerro Torre

6 Tage waren wir unterwegs im Gebiet "Fitz Roy", wieder erlebten wir unglaublich schoene Tage in der Natur.
Am ersten Tag begruesste uns der Fitz Roy bei strahlendem Wetter bereits vor der Hosteltuer.


Mit Sack und Pack ging es zuerst Richtung Cerro Torre. Vom Mirador aus genossen wir diese schoene Aussicht, der Cerro Torre im Wolkenspiel:

Je naeher wir kamen, um so mehr verschwand der Cerro in den Wolken. Hier der Blick auf den Gletscher Maestri.


Nach geduldigem warten, zeigte sich der Cerro Torre am nachesten Morgen um 5.30 wieder fuer kurze Zeit im goldigen Sonnenaufgang. Ein wunderschoener Augenblick, bei windigem Wetter und ganz alleine diesen Sonnenaufgang zu geniessen.

Dann ging es am 2. Tag an schoenen Lagunen vorbei zum Basecamp des Fitz Roy.




An der Laguna de los 3 zeigten sich die Waende des Fitz Roys nicht.




Dafuer seine Nebengipfel, welche auch schoen sind, so dass sich der steile Aufstieg doch noch gelohnt hat.

Am 3. Tag, nach einer extrem stuermischen Nacht im Zelt, gings an einem der Gletscher des Fitz Roys vorbei...


... durch Wald und Wiesen...





... zum naechsten Campingplatz.

Von da aus ging es wieder steil den Hang hoch um die Fitz Roy - Waende von einer anderen Seite zu betrachten, doch auch auf dieser Seite des Berges hatten wir nicht wirklich Glueck. Der eisige Wind und der Schnee hinderten uns, bis ganz zum Passo del Quadrado zu gelangen.





Auf dem Abstieg durch wunderschoen rot bluehende Feuerbuesche...
...zeigte sich der Berg doch noch.


Am 5. Tag dann endlich volle Sicht auf den beruehmtesten Berg Patagoniens.



Nach einer Nacht auf einem einsamen Campingplatz haben wir vor lauter Ruhe fast die Morgenroete verpasst...



Dafuer genossen wir um so mehr den Sonnenaufgang.





Dieser Vogel, eine Geier-Art huepfte und flog die ganze Zeit auf dem Campingplatz herum. Unsere Anwesenheit machte ihm wohl wenig aus.



Gegen Mittag zeigte sich der Fitz Roy im stahlblauen Himmel. Morgenroete, Sonnenaufgang und dann diese Bilder, was wollen wir mehr?




Bevor wir El Chalten verliessen, erklimmten wir den Mriador del Condor gleich 2x um Fotos von der ganzen Fitz-Roy Kette zu schiessen, das erste Mal mit leeren Batterien in der Kamera :-)

links der Cerro Torre und Egger, dann rechts der Poincenot und der Fitz-Roy.
Nun haben wir 2 Tage In El Clafate verbracht, um das naechste Trekking vorzubereiten, eine ziemlich nervenaufreibende Angelegenheit, weil die hier einfach ihre Touren verkaufen wollen und nicht gewohnt sind, dass Touristen mal etwas anderes wollen. Na ja, jetzt sollte es klappen, wir sind ja gespannt..