Nachdem wir den suedlichsten Punkt erreicht hatten, hiess es nun wieder nordwaerts fahren.
Morgens um 5 ging es los. Nach 1 1/2 Stunden gab es Kaffeehalt, dann ging es weiter nach Rio Grande, der groessten Stadt auf Feuerland. Da mussten wir umsteigen. Bevor wir in den neuen Bus steigen konnten, wurden die Paesse minuzioes geprueft. Mit einem Bus voller argentinischer Familien, von anderen Touristen keine Spur mehr, fuhren wir bis zur Grenze Argentiniens. Da sah es aus wie an Weihnachten im Skigebiet, Autokolonnen! 1 Stunde warteten wir, bis wir anstehen durften, um die Paesse abzusempeln. Diese Prozedur dauerte dann eine Weile, da Vaeter/Muetter welche ohne Ehepartner mit den Kindern unterwegs waren, ihre schriftliche Bewilligung des Ehepartners vorweisen mussten. Nach uns kamen noch 3 weiter Busse an, die mussten noch laenger warten. Weiter ging es bis zur chilenischen Grenze, dort erwartete uns dasselbe Prozedere. Wir hatten Glueck, dass unser Busbegleiter das Ganze gut organisierte, da er alle Paesse einsammelte und sie stempeln liess. 7 Stunden waren wir nun schon unterwegs und erst 1/3 der Strecke lag hinter uns. Auf chilenischem Boden ging es weiter bis zur Faehre, zum Glueck stand gerade eine abfahrt bereit. Von Delphinen begleitet erreichten wir das Festland. Ein weiterer Grenzuebertritt erwartete uns, diesmal war die Autokolonne nicht so lang und doch dauerte das ganze Prozedere wieder 1 Stunde. Kaum hatten wir den Ausreisestempel der Chilenen im Sack, hiess es wieder den Einreisestempel der Argentinier holen. Dies loeste der Busbegleiter wieder souveraen mit dem Einsammeln der Paesse. Ja, wir wissen, gib den Pass nie aus der Hand! Aber so hat alles viel schneller geklappt. Nach 13 Stunden sind wir in Rio Gallegos angekommen. 13 Stunden lang liessen wir uns von suedamerikanischer Musik und gewaltvollten Filmen berieseln, zum Glueck hatten wir noch Hoerbuecher im Gepaeck!
Am naechsten Tag ging es dann weiter nach San Juan, wir freuten uns auf die Reise ohne Grenzkontrolle. Kaum waren wir unterwegs, hielt der Bus beim Polizeihaeuschen an, Passkontrolle und das im Niemandsland!!! Zum Glueck waren nur wenige Passagiere im Bus, so dauerte das ganze nur eine 1/2 Stunde! Ihr seht, langweilig wird es uns beim Busfahren nicht: Da uns solch lange Busfahrten so gut gefallen, nehmen wir heute Nacht gleich den naechsten Bus und fahren bis nach Puerto Madryn. Da werden wir dann sicher 1 Monat bleiben, unser Arbeitseinsatz wartet auf uns, wir freuen uns sehr darauf.
Montag, 29. Dezember 2008
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