Dienstag, 17. März 2009

Montañita

Statt in Tumbes, genossen wir das Meer in Montañita, Ecuador. Ein toller Ort, um einfach nichts zu machen, ausser in der Haengematte liegen, lesen und baden ;-)

Sicht vom Hotelzimmer aus ...




Wer uns kennt, weiss, dass wir Bergler nicht soooo lange am Meer aushalten;-) Nach 3 Tagen sind wir weiter nach Baños gereist. Hier besuchen wir alte Bekannte und geniessen das Leben in der Zivilisation. Denn am Dienstag werden wir zur zweiten Runde Volontariatsarbeit starten, diesmal noch abegelgener!!! 5 Stunden Wanderung trennt uns vom naechsten Dorf. Wir werden fuer 2 Monate im ecuadorianischen Nebelwald in einem Naturreservat arbeiten. Wir sind gespannt was uns da erwartet. Unter www.reservaloscedros.org erfahrt ihr mehr vom Reservat.

Chiclayo

Weiter im Norden von Peru haben wir eine andere Pre-Inka-Kultur kennengelernt. In einem wunderschoenen Museum haben wir die Ausstellung der Tumbes de Sipan besucht. Das Museum ist in Form eines Tempels gebaut, darin sind die Gegenstaende ausgestellt, welche in Graebern in einer Pyramide in der Naehe gefunden wurden. Ein ungalublich reicher Fund: Kronen, Ohrringe, Nasenringe, Ketten....... Leider durften wir keine Fotos davon machen. Die Graeber stammen von 2 Koenige und einem Priester aus jener Zeit, welche mit ihren Schmuckstuecken, Waffen, Essen und auch mit den Frauen begraben wurden, weil sie an das Leben nach dem Tod glaubten.

In einem kleineren Museum nebenan sind auch Fundstuecke aus dieser Zeit ausgestellt. Sie sind nicht ganz so prunkvoll, doch auch wunderschoen. Hier durften wir fotografieren:-)





Zurueck im Hotel merkten wir, dass in unserem Gepaeck gewuehlt worden war und der i-Pod fehlte. Nach intensivem Suchen machten wir eine Kaffeepause, um dem Hotel die Moeglichkeit zu geben, dies in dieser Zeit in Ordnung zu bringen. Bei unserer Rueckkehr half der Zimmerboy bei der Suche, gezielt entrollte er auf wundersamer Weise den i-Pod aus der Campingmatte!!!

Nachdem wir in Tumbes von Moskitos fast aufgefressen worden sind und der Ort uns gar nicht zusagte, entschieden wir fuer die Weiterreise nach Ecuador. In Tumbes erklaerte der Rischkafahrer, welcher uns zum Hotel brachte, im ganzen Ernst, es sei seine Pflicht, uns waehrend unseres Aufenthaltes zu begleiten. Wir mussten ihm ziemlich klar erklaeren. dass das von uns ganz und gar nicht gewuenscht ist!!

Trujillo

Von Lima aus, fuehrte die Reise durch Wuestenlandschaft nach Trujillo. Dort haben wir uns der Pre-Inka-Zeit gewidmet. Einen Tag lang sind wir von archeologischer Staette zur naechste gefahren.
Bild des Palacio Tschudi (heisst heute anders, habe aber den Namen vergessen). Die Chan-Chan-Kultur hatte auf einem Gebiet von 20 Quadratkilometern Palaeste und Tempeln gebaut. Vieles wurde zerstoert um das heutige Trujillo darauf zu bauen. Heute rekonstruieren sie viele Bauten wieder, fuers Auge sicher eindreucklich, doch nicht mehr sooo original...



Huaca el Dragon, ein Tempel in dem die Erde und der Regen gepriesen wurde.

Sonnenuntergang in Huanchaco. Leider war das Wetter nicht so badefreundlich:-(



Caballitos, traditionelle Fischerboote. Wir haben keine Fischer gesehen, welche damit auf dem Meer unterwegs waren, es wird mehr fuers Herumpadeln mit Touristen gebraucht.




In Huanchaco hatten wir unwillkommene Bettgenossen, an der Reception wurden sie als animalitos bezeichnet. An unserem Koerper konnten wir Spuren dieser Bekanntschaft sehen!!! und das in der Casa Suiza.

Freitag, 13. März 2009

Lima

Hoehepunkt in Lima ist "El Arco de las aguas magicas", ein Park mit fantastischen Springbrunnen, am Abend ergaenzt mit Licht- und Musikshow.





Waikik-Beach, Surfers-Paradies...
Der Liebespark, umgeben von Mosaiken.

Limas Kueste.


Die Abtei der Franziskaner, ein Ort voller interessanter Sachen. Unter anderem die Bibliothek, welche voll ist mit alten Buechern: das aelteste Spanisch-Woerterbuch, ein Atlas in dem Australien noch fehlt, handgeschriebene Buecher und Buecher mit riesigen, kunstvollen Schriften.
Unter der Kirche sind Katakomben, in denen 25000 Menschen begraben wurden.



La Plaza Mayor in Lima. Das Zentrum ist wunderschoen erhalten.


Viele schoene Balkone verzieren die Haueser.

Lima (Miraflores) by night.


Nur von Empanadas und Selbstgekochtem leben macht auch nicht Spass. Manchmal goennen wir uns eine spezielle Gaumenfreude. In Lima habe wir von der internationalen Kueche profitiert und unser Heimweh ;-) bei einem Fondue Baccus gelindert.

Miraflores, das Touristenquartier.

Cuzco

Cuzco, urspruenglich eine Inca-Stadt, spaeter eine Colonial-Stadt und heute die Touristenhauptsadt in Suedamerika. Es ist sicher die gepflegteste Stadt, die wir besucht haben.

Um fuer das Foto nicht bezahlen zu muessen, haben wir die Fotomodels nur von hinten fotografiert!!! Solche Fotomodels laufen ueberall in Cuzco herum und bitten die Leute darum, sie zu fotografieren und halten danach die Hand hin. Wir/ich war so frech und habe sie gratis abgelichtet.
Die Plaza de Armas, das wunderschoene Zentrum von Cuzco.


Dieser Mann treibt hier keine Esel an, er ist am Weben. Der "Webramen" bildet seine Tallie und ein Haken in der Wand.


Sacsayhuaman, eindrueckliche Ruinen aus der Zeit der Incas. Hier fanden rituelle Zeremonien statt. Die Runien befinden sich oberhalb von Cuzco. Cuzco war in der Zeit der Incas in Form eines Pumas gebaut, Sacsayhuaman bildete den Kopf des Pumas.

Wunderschoene Blume in den Ruinen.


Da kann man nur staunen, wie die wohl die riesigen Steine transportiert haben?



Balkone auf der Plaza de Armas.


Nochmals die Plaza de Armas.


Sicher erwarten viele von euch nun Fotos von Machupichu, doch es gibt keine, weil wir nicht da waren:-) Diesen teuren Touristenspass haben wir uns erspart, Alice hat die Ruinen vor 6 Jahren gesehen und Erich kann gut damit leben, sie nicht gesehen zu haben. Er ist wohl der einzige Tourist, welcher in Cuzco war, ohne Machupichu zu besuchen! Lieber besuchen wir weiter noerdlich die Ruinen in Trujillo, welche weniger touristisch sind...








Copacabana

Soonenuntergang am Titicacasee.

Der Aufstieg zum Cerro Calvario hat sich gelohnt...

Die Bolivianer nagen daran, dass sie im Krieg den Meereszugang an Chile verloren haben. Der Titicacasee ist wohl kein Ersatz dafuer...

Capacabana ist der bekannteste Wallfahrtsort in Bolivien. Hier werden auch Autos gesegnet. Ob wohl darum die Bolivianer wie "locos" fahren, in Gedanken, dass im gesegneten Auto nichts passieren wird?


Die Kathederale von Copacabana.

Von Copacabana aus sind wir nach Cusco, Peru gereist. Die Reise dauerte etwas laenger als geplant. Der Ticketverkaeufer hatte uns versichert, es sei die direkteste Fahrt nach Cusco, welche es von Copacabana aus gibt! So sieht eine Fahrt "directo" aus: Mit einem kleinen Bus zur Grenze, dort Ausreisestempel holen, dann zu Fuss zur peruanischen Grenze, Einreisestempel holen, dann mit Taxi bis zur Panamericana, dort warten, warten, warten.... nach zwei Stunden hatten wir genug von "esperamos un ratito mas", "espera con calma" .... Wir sind in den naechsten Bus nach Puno gestiegen und dann von da aus nach Cusco weiter gereist.




Montag, 2. März 2009

Trekking La Paz

Auch wenn in Bolivien im Moment nicht Trekkingzeit ist, konnten wir es nicht lassen, endlich mal wieder im Zelt unterwegs zu sein. In La Paz kontaktierten wir den Club Andino, da trafen wir den gleichen Mann an wie vor 6 Jahren, ein inzwischen 74jaehriger Bergsteiger, welcher noch voller Tatendrang ist. Auf seinem Rat hin waehlten wir ein 3taegiges Trekking in der Cordiliera Real.
Mit einem Bus fuhren wir, zusammen mit unserem "guia" Mario, in ein Dorf auf 4500 m. Dort beluden Frauen die 2 Esel mit unserem Gepaeck, so ein Luxus, wandern ohne Gepaeck:-). Eine von den Frauen begleitete uns auf dem 3 1/2 stuendigen Marsch. Wir in voller Wanderausruestung und sie in den Sonntagsschuhen (Ballerinas) ohne Socken!!! Bevor der Regen einsetzte, trieb sie die Esel strickend vor sich hin. Durch Nieselregen ging es bergauf, keine Sicht auf die Berge:-( .
Am Campplatz angekommen, rissen die Wolken auf und wir konnten den Condoriri betrachten. Kaum angekommen, kehrte die Eseltreiberin wieder ins Dorf zurueck. Am naechsten Morgen um 8 Uhr stand ihr Mann mit den Eseln wieder im Campplatz, um unser Gepaeck weiter zu transportieren.

Idyllischer Campplatz, weit und breit niemand, ausser neugiereige Lamas.

Mario, unser "guia" und Koch, mmmhhh.
Erwachen am Morgen....
Zum Glueck hielt unser Zelt dem Schnee stand, so dass wir frohgelaunt den Anstieg auf den Pass auf 4900m in Angriff nahmen.
Abstieg im Schneetreiben...
Endlich kein Schnee mehr, Zeit fuer die Zwischenverpflegung.
Unser zweiter Campplatz am Fusse von Marias Herz (links) und dem Huayna Potosi (6131m)


Auch in der zweiten Nacht kam der Schnee bedrohlich nahe. Unser Zelt war am Morgen mit einer Eisschicht bedeckt. Die Natur hat uns aufgezeigt, dass im Moment definitv kein Trekkingwetter ist. Wir haben die Tage draussen in der Natur auch bei Schnee und Regen genossen, doch wollen wir es nicht wiederholen. Morgen ziehen wir darum weiter nach Peru. Das naechste Mal kommen wir wieder bei Trekkingwetter nach Bolivien, denn hier gibt es einige wunderschoene Bergtouren.
Auf 5000 m, bis zum Gipfel des Huayna Potosi fehlen noch ueber 1000 m!