Montag, 23. Februar 2009

Carnaval 2 Oruro

2 Tage genossen wir Tanz, Musik und schoene Kostueme. Hier einige Bilder der Farbenpracht. Leider koennen wir die Musik nicht uebermitteln.
La Diablada wird der Karnevalumzug in Oruro auch genannt. Viele verschiedene ¨Diablos¨ tanzen am Umzug.
Auch die Inkas fehlen nicht...



Der Umzug beginnt am Morgen um 8 Uhr (natuerlich bolivianische Uhrzeit, das heisst etwa 1 Stunde spaeter) und endet nach Mitternacht. Immer wieder ziehen Gruppen tanzend vorbei, dann folgt eine Pause, welche fuer Wasserballonschlacht oder Schaumschlacht genutzt wird. Hier das Bild einer solchen Pause, da der Umzug stockt...

Samba-Taenzerinnen und...

Samba-Taenzer
Dann wieder traditionell, diesmal aus dem Amazonas...




Der Baer als drolliger und freundlicher Gegensatz zum ¨Diablo¨

Vom Amazonas wieder zuruck in den Altiplano, jung und alt tanzen beim Umzug mit.



Vom Samba zu den traditionellen Taenzerinnen alle vermoegen gute Stimmung zu verbreiten. (Natuerlich traegt der Alkohol auch wesentlich dazu bei)

Die Figuren wiederholen sich immer wieder in anderen Formen und Farben.

Die Zuschauer sind nicht wegen dem Regen in Plasitk gehuellt, sondern wegen der Schuam- und Wasserschlacht. Da werden Erwachsene wieder zu Kinder und laufen mit Wassergewehren herum.

Der Regen ist kein Grund zum Aufgeben, tapfer wird weiter getanzt...
... bis spaet in die Nacht.

Freitag, 20. Februar 2009

Carnaval Oruro

Nach dem wir die bolivanische Eisenbahnfahrt "genossen" haben, sind wir nun in Oruro angekommen.

Oruro feiert Carneval so, dass die Feier als UNESCO Weltkulturerbe annerkannt ist. Das koennen wir uns ja nicht entgehen lassen, oder?
Hier erst einmal ein Eindruck einer Strasse in der der Umzug stattfinden wird.
Wir freuen uns schon euch mit Bildern zu verwoehnen.


Mittwoch, 18. Februar 2009

Bolivien - Salar de Uyuni

Auf dem Weg nach Bolivien haben wir in der Quebrada de Humauaca einen Halt eingelegt. Die Sandsteinformationen sind hier wirklich UNESCO-wuerdig. Hier 2 Bilder der "Montaña de 7 colores". Wir haben mehr Farben gezaehlt.

In Bolivien angekommen, sind wir mit der Bahn nach Uyuni gefahren. Keine Panik, nicht mit diesem Zug, dieser hier steht auf dem Zugfriedhof in Uyuni.


Vicuñas, verwandte vom Lama, Alpaca und Guanaco, am Strassenrand. Die Vicuñas sind in Bolivien geschuetzt. Higegen kann man hier von der Wolle der Lamas und Alpacas Kleider in allen Formen und Farben kaufen.
Eigentlich sollte die ganze Salzwueste in dieser Jahreszeit unter Wasser sein. Da es hier, wohl wegen der Klimaaenderung kaum regnet, bilden sich nur einige Pfuetzen.
Erich traegt Alice auf Haenden (ok, auf einer Hand!) :-)
Das Expeditionsteam, Bernardo der Fahrer, 4 Franzosen und wir zwei. Wir sind hier nicht im Schnee unterwegs, sondern auf purem Salz.
Riesenkateen auf der Insel Incahuasi, mitten in der Salzwueste.
Am Fusse des Vulkans haben wir in einem Zimmer aus Salz uebernachtet. Die Legende erzaehlt, dass der Vulkan eine Frau ist, welche von seinem Mann verlassen wurde. Sie hat bittere Traenen geweint und vom getrockneten Traenenwasser ist die Salzwueste entstanden.
Am naechsten Tag haben wir den rechten Gipfel des Vulkans bestiegen, ca. 4800 m. Leider musste Erich auf die Gipfelbesteigung verzichten, da er von Durchfall geplagt wurde. In der Zwischenzeit hat er sich zum Glueck wieder gut erholt.

Sonnenuntergang in der Salzwueste.



Und Sonnenaufgang in der Salzwueste.
Lamas am Wegrand bei der Besteigung des Vulkans.
Ausblick vom Gipfel, kein Nebelmeer, nein, ein Salzmeer.
















Mittwoch, 11. Februar 2009

3 Tageausflug im Sueden von Salta

Mit dem Jeep ging es drei Tage in den Sueden von Salta. Begleitet wurden wir von Gustavo, der Fuehrer, seiner Frau Suki, Jose, der Fahrer und seinem Sohn Ulyses. Der erste Teil fuehrte bergauf durch den Nebelwald.


Dazwischen, wie koennte es in Argentinien anders sein, gab es natuerlich auch Matepause.
Oben angekommen, aenderte sich die Landschaft, von gruen und wunderschoenen Blumen...






zu Wueste und Kakteenwald.


Doch auch in der Wueste bluehen schoene Blumen.


Zu jeder Wueste gehoeren auch Oasen...





Beim Puente del Diabolo steigen wir in eine Schlucht hinunter.
In der Schlucht unten hiess es Schuhe ausziehen und Hose hochkrempeln, eine Flusswanderung war angesagt. Dies sind keine geraeucherten Fische, sondern Stalagmiten.

Sleten habe ich so viele auf einaml gesehen, eine 200 Meter lange Schlucht voller Stalagmiten.
Erholung nach der Flusswanderung. Ein Sprudelbad wie wohl das tat.
Ulyses, der kleine Mann, welcher ganz gross sein moechte. Er sorgte fuer die Unterhaltung auf der Tour, gemeinsam haben wir viel gelacht.

Auf der Ruta 40 ging es weiter nach Cachi, ein wunderschoenes, ruhiges Dorf. Wohl das schoenste Dorf in Argentinien!
Die erste Nacht verbrachten wir auf einer Finca bei Fido, ein Indio, und seiner Familie. Am Abend genossen wir das wohl beste Asado, Rindsfilet in rauher Menge.
Auf der Finca lebt auch Pepe, ein Guanaco. Er wurde von seiner Mutter und Herde verlassen aufgefunden und von der Familie mit der Milchflasche aufgezogen. Nun gehoert er zur erweiterten Familie, wenn es ihm moeglich ist, laeuft er den Leuten bis ins Haus nach.

Pepe, el loco und der Hund sind ausgezeichnete Spielkameraden. Den Hund laesst Pepe ohne Probleme auf den Ruecken steigen. Erich hat es auch versucht (natuerlich nicht mit vollem Gewicht!) mit dem Resultat, dass mich Pepe angespuckt hat, da ich gerade in der Schusslinie stand!

Am naechsten Tag hatten wir das Glueck, zusammen mit Fido eine Wanderung durch seine Heimat zu machen.

Rechne, wenn ein Kaktus pro Jahr nur 1 cm waechst, wie alt mag wohl dieser sein?

Fido erklaerte uns nicht nur Sachen ueber Flora und Fauna, sondern liess uns auch an die Geschichte und Kultur der Indios teilhaben. Er fuehrte uns zu einer alten Ritualstaette der Indios und liess uns an einem Ritual fuer die Pachamama, Muttererde, teilhaben. Ein seltenes Glueck und fuer uns emotional sehr bewegend. Auch Hoehlenmalereien, welche gut versteckt sind, zeigte er uns. Fido ist ein moderner, studierter Indio, er arbeitet in der Stadt, doch lieber wuerde er auf seiner Finca sein. Er verbindet das Moderne und die uralte Kultur. Dies fuehrt dazu, dass er nicht so recht weiss, ob er die Tour, welche er mit uns gemacht hat, mit Touristen machen soll, mit dem Risiko, dass der Ort beschaedigt wird oder den Ort versteckt lassen, mit dem Risiko, dass er in Vergessenheit geraet und er kein Geld damit verdienen kann. Fotos haben wir nur von der Umgebung gemacht.






Zurueck auf der Ruta 40 fuhren wir durch wunderschoene Sandsteinformationen.




In Cafayate, wieder ein wunderschoens Dorf an der Ruta 40 uebernachteten wir. Am nachsten Morgen besuchten wir die Ruinen von Quilmes. Quilmes ist das Volk, welches sich am laengsten gegen die Spanier widersetzen konnte. Mit dem Resultat, dass ein grosser Teil von ihnen, nach der Eroberung, nach Buenos Aires verschleppt wurden und dort als Sklaven verkauft wurden. Viele starben auf dem langen Fussweg.
Pachamam zu ehren, wurde ein Museum errichtet. Pachamama ist die Muttererde. Sie wurde von den Indios am meisten verehrt, sie baten und bitten sie noch heute um eine erfolgreiche Ernte und bedanken sich bei ihr. Das Museum ist eine Kombination von Geologie, Geschichte und Kunst. Es ist voller wunderschoener Mosaike.

Weindegustation, da schauen beide ziemlich skeptisch drein. Die Fuehrung war interessant, doch der Wein schmeckte uns nicht so besonders...
Der Weg zurueck nach Salta fuerte uns weider durch fantastische Sandsteinformationen.

Sandstein in allen Farben...