Mittwoch, 11. Februar 2009

3 Tageausflug im Sueden von Salta

Mit dem Jeep ging es drei Tage in den Sueden von Salta. Begleitet wurden wir von Gustavo, der Fuehrer, seiner Frau Suki, Jose, der Fahrer und seinem Sohn Ulyses. Der erste Teil fuehrte bergauf durch den Nebelwald.


Dazwischen, wie koennte es in Argentinien anders sein, gab es natuerlich auch Matepause.
Oben angekommen, aenderte sich die Landschaft, von gruen und wunderschoenen Blumen...






zu Wueste und Kakteenwald.


Doch auch in der Wueste bluehen schoene Blumen.


Zu jeder Wueste gehoeren auch Oasen...





Beim Puente del Diabolo steigen wir in eine Schlucht hinunter.
In der Schlucht unten hiess es Schuhe ausziehen und Hose hochkrempeln, eine Flusswanderung war angesagt. Dies sind keine geraeucherten Fische, sondern Stalagmiten.

Sleten habe ich so viele auf einaml gesehen, eine 200 Meter lange Schlucht voller Stalagmiten.
Erholung nach der Flusswanderung. Ein Sprudelbad wie wohl das tat.
Ulyses, der kleine Mann, welcher ganz gross sein moechte. Er sorgte fuer die Unterhaltung auf der Tour, gemeinsam haben wir viel gelacht.

Auf der Ruta 40 ging es weiter nach Cachi, ein wunderschoenes, ruhiges Dorf. Wohl das schoenste Dorf in Argentinien!
Die erste Nacht verbrachten wir auf einer Finca bei Fido, ein Indio, und seiner Familie. Am Abend genossen wir das wohl beste Asado, Rindsfilet in rauher Menge.
Auf der Finca lebt auch Pepe, ein Guanaco. Er wurde von seiner Mutter und Herde verlassen aufgefunden und von der Familie mit der Milchflasche aufgezogen. Nun gehoert er zur erweiterten Familie, wenn es ihm moeglich ist, laeuft er den Leuten bis ins Haus nach.

Pepe, el loco und der Hund sind ausgezeichnete Spielkameraden. Den Hund laesst Pepe ohne Probleme auf den Ruecken steigen. Erich hat es auch versucht (natuerlich nicht mit vollem Gewicht!) mit dem Resultat, dass mich Pepe angespuckt hat, da ich gerade in der Schusslinie stand!

Am naechsten Tag hatten wir das Glueck, zusammen mit Fido eine Wanderung durch seine Heimat zu machen.

Rechne, wenn ein Kaktus pro Jahr nur 1 cm waechst, wie alt mag wohl dieser sein?

Fido erklaerte uns nicht nur Sachen ueber Flora und Fauna, sondern liess uns auch an die Geschichte und Kultur der Indios teilhaben. Er fuehrte uns zu einer alten Ritualstaette der Indios und liess uns an einem Ritual fuer die Pachamama, Muttererde, teilhaben. Ein seltenes Glueck und fuer uns emotional sehr bewegend. Auch Hoehlenmalereien, welche gut versteckt sind, zeigte er uns. Fido ist ein moderner, studierter Indio, er arbeitet in der Stadt, doch lieber wuerde er auf seiner Finca sein. Er verbindet das Moderne und die uralte Kultur. Dies fuehrt dazu, dass er nicht so recht weiss, ob er die Tour, welche er mit uns gemacht hat, mit Touristen machen soll, mit dem Risiko, dass der Ort beschaedigt wird oder den Ort versteckt lassen, mit dem Risiko, dass er in Vergessenheit geraet und er kein Geld damit verdienen kann. Fotos haben wir nur von der Umgebung gemacht.






Zurueck auf der Ruta 40 fuhren wir durch wunderschoene Sandsteinformationen.




In Cafayate, wieder ein wunderschoens Dorf an der Ruta 40 uebernachteten wir. Am nachsten Morgen besuchten wir die Ruinen von Quilmes. Quilmes ist das Volk, welches sich am laengsten gegen die Spanier widersetzen konnte. Mit dem Resultat, dass ein grosser Teil von ihnen, nach der Eroberung, nach Buenos Aires verschleppt wurden und dort als Sklaven verkauft wurden. Viele starben auf dem langen Fussweg.
Pachamam zu ehren, wurde ein Museum errichtet. Pachamama ist die Muttererde. Sie wurde von den Indios am meisten verehrt, sie baten und bitten sie noch heute um eine erfolgreiche Ernte und bedanken sich bei ihr. Das Museum ist eine Kombination von Geologie, Geschichte und Kunst. Es ist voller wunderschoener Mosaike.

Weindegustation, da schauen beide ziemlich skeptisch drein. Die Fuehrung war interessant, doch der Wein schmeckte uns nicht so besonders...
Der Weg zurueck nach Salta fuerte uns weider durch fantastische Sandsteinformationen.

Sandstein in allen Farben...





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