Dienstag, 19. Mai 2009

Salinas de Bolivar

Salinas, mas cerca del cielo...
Salinas, auf 3550 M, ist eine Berggemeinde, welche wegen ihrem Kaese bekannt ist. Vor 30 Jahren wurde hier die erste Kooperative gegruendet, welche sich der Kaeseproduktion widmete. Ein Schweizer, wie koennte es auch anders sein, wenn es um Kaese geht, hat die Kooperative gegruendet. Sie produzieren heute Kaesesorten wie Tilsiter, Greyerzer, Parmesan, Edamer... und noch andere Milchprodukte. Darauf folgten andere Kooperativen wie die Schokoladeproduktion (die Schokolade wird heute auch nach Japan und USA exportiert), Fleischproduktion, Kunsthandwerk, Soyaprodukte, Waldforstung, Kraeuter- und Pilztrocknung... Diese Produkte werden in ganz Ecuador in kleinen Laeden verkauft und in der Zwischenzeit sind noch mehr Kaesereien nach diesem Vorbild in Ecuador entstanden. Das Hotel im Dorf wird von der Jugend gefuehrt. Ueberhaupt hat es extrem viele Jugendliche in diesem Dorf. Dank der Kooperativen finden sie hier Arbeit.

Die letzten 20 Km nach Salinas hoch, sind wir mit diesem Spezialbus gereist.
Fuer uns Wandervoegel ist diese Gegend ein Paradies. Manchmal wird dieses Paradies von bellenden Hunden gestoert. Zum Glueck fuerchten die sich vor unseren Stoecken!

Chimborazo, der Kaiserberg in Ecuador (ueber 6000 m hoch)

Die Bauern ausserhalb des Dorfes, liefern die Milch mit ihren Eseln oder Lamas in der Kaeserei ab. Manche leben noch in sehr einfachen Haeuser.


Die Feldarbeit ist Familienarbeit. Alles wird von Hand gemacht, fuer Maschinen reicht das Geld nicht.

Am Wochenende fand ein grosses Fest, welches noch eine Woche andauern wird, statt. Am Samstag fand die Wahl der Dorfkeonigin statt. Das Programm umfasste Auftritte von verschiedenen Tanzgruppen, Saenger, Modeschau.... Die Musik war so extrem laut, so dass wir uns bereits nach kurzer Zeit wieder verabschiedet haben.
Am Sonntag war dann grosses Rodeo, welches mit dem Einzug der Teilnehmer und des "Torro bravo" statt.

Grosse...

...und auch kleine Reiter ziegten bereits beim Einzug ihre Reitkuenste.

Weiter ging es dann auf dem Rodeoplatz mit dem Faesserreiten. Der Reiter, welcher am schnellsten die Faesser umritt, wurde Sieger.

Hoehepunkt war dann das Lassowerfen. Zwei Reiter mussten mit ihrem Lasso den Toro einfangen, der Helfer musste dann den Toro zu Fall bringen und dann die Lassos irgendwie umschnueren. Dies innerhalb von 4 Minuten. Die meisten wurden disqualifiziert, weil sie daneben warfen.
Die groesste Aufregung herrschte, als die Toros aus dem Zaun ausbrachen. Sofort machten sich die Guachos auf, die entlaufenen Tiere mit dem Lasso einzufangen!!
Fuer uns war es eine interessante Erfahrung, auch wenn uns die Toros, welche durch die Arena gejagt wurden leid taten.

Keine Kommentare: