
Sonnenuntergang in der Wildnis. Die klaren Sternennaechte koennen wir euch leider nicht mit Bildern zeigen, sie sind jedoch unvergesslich.

Eines der frei lebenden Tiere in der Umgebung: Ein Pichi

Unsere Seeloewenkolonie. Zwei mal in der Woche besuchten wir die Tiere und machten eine Zaehlung der Tiere.

Gewitterstimmung am Abend - dunkel nicht? Etwa 10 Km weit weg schlug der Blitz in den Boden ein und wir konnten das Schauspiel beobachten! Das Feuer das nach dem Einschlag in der Steppe zu brennen begann, wurde zum Glueck vom Regen rasch geloescht. Die Steppenbraende sind ein ernstes Thema in der Gegend. Vor 15 Jahren sind 20 Feuerwehrmaenner beim Loeschen ums Leben gekommen.

Windmuehle im Sonnenuntergang - schoen oder?

Unsere Haengematte hatt sich aufs beste bewaehrt. Ueber Mittag machten wir jeweils ausgedehnte Siesta da die Temperaturen doch in die Naehe von 40 Grad stiegen...
An diesem Tag war es etwas kuehler!

Noch einmal die Muehle im Abendlicht...

Feldarbeit mit Victoria macht Hunger.

Guanacos zahelen

Auch das gehoerte zur Arbeit - das verstopfte WC musste in Ordnung gebracht werden. Der Abflusskanal war mit Wurzeln verstopft - nicht eine sehr appetitliche Arbeit brrr...

Unsere Lobos...

Der Lastwagen stammt aus der Che Guevara Zeit! Ein Spass mit dem Oldteimer durch die Gegend zu kurven. Auf der Rueckfahrt mussten wir jedoch abschleppen...

Flora der Steppe.

Blick auf die Landschaft des Gelaendes.

Unsere Pflegetiere:


Noch einmal die Muehle im Abendlicht...

Feldarbeit mit Victoria macht Hunger.

Guanacos zahelen

Auch das gehoerte zur Arbeit - das verstopfte WC musste in Ordnung gebracht werden. Der Abflusskanal war mit Wurzeln verstopft - nicht eine sehr appetitliche Arbeit brrr...

Unsere Lobos...

Der Lastwagen stammt aus der Che Guevara Zeit! Ein Spass mit dem Oldteimer durch die Gegend zu kurven. Auf der Rueckfahrt mussten wir jedoch abschleppen...

Flora der Steppe.
Und hier zur Abwechslung ein Bild eines Sonnaufgangs - auch nicht schlecht oder?

Blick auf die Landschaft des Gelaendes.

Unsere Pflegetiere:

Der "Alguillucho" verspeist genuesslich vor der Tuer unsere Schweinsplaetzchen.
Das Gewaechshaus der Estanzia wurde aus lauter Petflaschen hergestellt

Verabschiedung unseres Freundes Juan Carlos...


Gustavo im Einsatz - da ein Marder die Kabel des Stromgenerators durchgebissen hatte, galt es, fuer das neue Geraet einen Schutzkaefig zu bauen.



Das Gewaechshaus der Estanzia wurde aus lauter Petflaschen hergestellt

Verabschiedung unseres Freundes Juan Carlos...


Gustavo im Einsatz - da ein Marder die Kabel des Stromgenerators durchgebissen hatte, galt es, fuer das neue Geraet einen Schutzkaefig zu bauen.


Den kurzen Aufenthalt in der Grossstadt nutzen wir, um euch von unserem Leben im Refugio zu berichten. Leider klappt das mit den Fotos runter laden nicht:-(
Dieses Refugio war urspruenglich eine Estanzia, eine Farm. Die Stiftung hat die Farm gekauft und verwandlet sie nach und nach in "wildes Land", das heisst es hat keine Schafe mehr auf der Farm, nur noch wenige Pferde und drei Hunde, welche mit der Farm uebernommen wurden. Ziel ist, zu schauen wie sich die Fauna entwickelt, wenn die Farm der Natur ueberlassen wird. Die Farm ist 10000 ha gross und liegt 2 Stunden von Puerto Madryn entfernt (7 km bis zum Nachbarn). 12 km der Grenze bildet das Meer. Leider ist das Meer zu wild fuers Baden und es soll Haie geben.
Im Augenblick sind noch zwei Voegel zur Pflege da, ein Aasgeier (wurde als kleines, verlassenes Ding gefunden und wird nun gepflegt, bis sein Federkleid wechselt) und eine Art Falke, welchem die Fluegel gestutzt wurden und nun auch fliegen lernen muss.
Unsere Aufgaben sind: Tiere fuettern, ausmisten, Haus in Schwung bringen, Umgebungsarbeiten, Gartenarbeit, Zaeune abraeumen und "Forschungsarbeit". 3-4 Mal pro Woche wandern wir auf einem Teil der Farm herum und suchen Pumaspuren, Vogelnester, tote Tiere oder zaehlen Seeloewen und fuehren Buch darueber. Diese Woche haben wir bereits 2x Pumaspuren gesichtet. An dem Tag, an dem wir die Pumaspuren gefunden haben, kam der Leiter der Farm mit der Nachtricht, dass der Nachbar einen Puma getoetet habe, da dieser Schafe gerissen habe. Thema Puma ist hier aehnlich wie Thema Wolf und Luchs in der Schweiz!!
Am ersten Tag jagte der Falke mir einen rechten Schreck ein. Wir wurden gewarnt, dass der Falke auf Fressen stuerze, sobald er es saehe. Ich stand in der Kueche mit dem Fleisch fuers Nachtessen in der Hand (noch eingepackt), die Tuer stand offen da flog/huepfte der Falke auf das Fleisch, ich konnte ihn nicht abschuetteln und warf das Fleisch auf den Tisch. Erich hat dann den Vogel mit einem Stab nach draussen koplimentiert. Vor der Tuer liess sich der Dieb die Schweinsplaetzchen schmecken. In der Zwischenzeit haben wir Tricks gefunden, um diesen Vielfrass zum Fliegen zu bewegen und ihn auch vom Haus weg zu locken. Denn penetrant kreischt dieser Vogel den ganzen Tag rund ums Haus!
Die Tuere zum Pferdefutter versperren wir nun auch besser, seit sich ein Pferd da selber bedient hat und eine ziemliche Sauerei hinterliess. Am Samstag sind wir ausgeritten, das war ein Spass. Ueber 2 Stunden sind wir durchs Land geritten, dazwischen sogar galopiert.
Die Umgebungsarbeiten leitet der Chef auf der Farm, er macht dies mit argentinischer Gemuetlichkeit. So wird Mate (argentinisches Volksgetraenk, Teeaufguss, welches bitter schmeckt und Schluckweise durch ein Roehrchen gesogen wird) waehrend der Arbeit getrunken, geplaudert, geplant und dann die Plaene doch verworfen und improvisiert.
Wir wohnen, zusammen mit einer argentinischen Volontaerin in einem Haus, der Chef in einem anderen. In den ersten zwei Tagen haben wir waehrend der Siesta das Haus geputzt und wohnlicher gemacht. Da schon lange niemand mehr in diesem Haus gewohnt hatte, funktionierte einiges nicht, Kuehlschrank kein Gas zum Kuehlen und zwei Abende haben wir bei Kerzenlicht verbracht. Das Wasser wird mit einer Windmuehle gepumpt, bisher hatten wir immer genug Wind dafuer. Gestern sogar zu viel, der Tank auf dem Dach lief ueber und es regnete im Zimmer unserer Kollegin!
Ihr seht uns wird es nicht langweilig, denn auch das Brot backen wir selber und waschen von Hand. Ich habe das erste Mal in meinem Leben ein Waschbrett benutzt! Es bleibt daneben genug Zeit, zum Lesen, in der Haengematte zu liegen, Karten zu spielen oder mal eine Fahrradtour zu machen.
Dieses Refugio war urspruenglich eine Estanzia, eine Farm. Die Stiftung hat die Farm gekauft und verwandlet sie nach und nach in "wildes Land", das heisst es hat keine Schafe mehr auf der Farm, nur noch wenige Pferde und drei Hunde, welche mit der Farm uebernommen wurden. Ziel ist, zu schauen wie sich die Fauna entwickelt, wenn die Farm der Natur ueberlassen wird. Die Farm ist 10000 ha gross und liegt 2 Stunden von Puerto Madryn entfernt (7 km bis zum Nachbarn). 12 km der Grenze bildet das Meer. Leider ist das Meer zu wild fuers Baden und es soll Haie geben.
Im Augenblick sind noch zwei Voegel zur Pflege da, ein Aasgeier (wurde als kleines, verlassenes Ding gefunden und wird nun gepflegt, bis sein Federkleid wechselt) und eine Art Falke, welchem die Fluegel gestutzt wurden und nun auch fliegen lernen muss.
Unsere Aufgaben sind: Tiere fuettern, ausmisten, Haus in Schwung bringen, Umgebungsarbeiten, Gartenarbeit, Zaeune abraeumen und "Forschungsarbeit". 3-4 Mal pro Woche wandern wir auf einem Teil der Farm herum und suchen Pumaspuren, Vogelnester, tote Tiere oder zaehlen Seeloewen und fuehren Buch darueber. Diese Woche haben wir bereits 2x Pumaspuren gesichtet. An dem Tag, an dem wir die Pumaspuren gefunden haben, kam der Leiter der Farm mit der Nachtricht, dass der Nachbar einen Puma getoetet habe, da dieser Schafe gerissen habe. Thema Puma ist hier aehnlich wie Thema Wolf und Luchs in der Schweiz!!
Am ersten Tag jagte der Falke mir einen rechten Schreck ein. Wir wurden gewarnt, dass der Falke auf Fressen stuerze, sobald er es saehe. Ich stand in der Kueche mit dem Fleisch fuers Nachtessen in der Hand (noch eingepackt), die Tuer stand offen da flog/huepfte der Falke auf das Fleisch, ich konnte ihn nicht abschuetteln und warf das Fleisch auf den Tisch. Erich hat dann den Vogel mit einem Stab nach draussen koplimentiert. Vor der Tuer liess sich der Dieb die Schweinsplaetzchen schmecken. In der Zwischenzeit haben wir Tricks gefunden, um diesen Vielfrass zum Fliegen zu bewegen und ihn auch vom Haus weg zu locken. Denn penetrant kreischt dieser Vogel den ganzen Tag rund ums Haus!
Die Tuere zum Pferdefutter versperren wir nun auch besser, seit sich ein Pferd da selber bedient hat und eine ziemliche Sauerei hinterliess. Am Samstag sind wir ausgeritten, das war ein Spass. Ueber 2 Stunden sind wir durchs Land geritten, dazwischen sogar galopiert.
Die Umgebungsarbeiten leitet der Chef auf der Farm, er macht dies mit argentinischer Gemuetlichkeit. So wird Mate (argentinisches Volksgetraenk, Teeaufguss, welches bitter schmeckt und Schluckweise durch ein Roehrchen gesogen wird) waehrend der Arbeit getrunken, geplaudert, geplant und dann die Plaene doch verworfen und improvisiert.
Wir wohnen, zusammen mit einer argentinischen Volontaerin in einem Haus, der Chef in einem anderen. In den ersten zwei Tagen haben wir waehrend der Siesta das Haus geputzt und wohnlicher gemacht. Da schon lange niemand mehr in diesem Haus gewohnt hatte, funktionierte einiges nicht, Kuehlschrank kein Gas zum Kuehlen und zwei Abende haben wir bei Kerzenlicht verbracht. Das Wasser wird mit einer Windmuehle gepumpt, bisher hatten wir immer genug Wind dafuer. Gestern sogar zu viel, der Tank auf dem Dach lief ueber und es regnete im Zimmer unserer Kollegin!
Ihr seht uns wird es nicht langweilig, denn auch das Brot backen wir selber und waschen von Hand. Ich habe das erste Mal in meinem Leben ein Waschbrett benutzt! Es bleibt daneben genug Zeit, zum Lesen, in der Haengematte zu liegen, Karten zu spielen oder mal eine Fahrradtour zu machen.


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