Auch wenn in Bolivien im Moment nicht Trekkingzeit ist, konnten wir es nicht lassen, endlich mal wieder im Zelt unterwegs zu sein. In La Paz kontaktierten wir den Club Andino, da trafen wir den gleichen Mann an wie vor 6 Jahren, ein inzwischen 74jaehriger Bergsteiger, welcher noch voller Tatendrang ist. Auf seinem Rat hin waehlten wir ein 3taegiges Trekking in der Cordiliera Real.
Mit einem Bus fuhren wir, zusammen mit unserem "guia" Mario, in ein Dorf auf 4500 m. Dort beluden Frauen die 2 Esel mit unserem Gepaeck, so ein Luxus, wandern ohne Gepaeck:-). Eine von den Frauen begleitete uns auf dem 3 1/2 stuendigen Marsch. Wir in voller Wanderausruestung und sie in den Sonntagsschuhen (Ballerinas) ohne Socken!!! Bevor der Regen einsetzte, trieb sie die Esel strickend vor sich hin.

Durch Nieselregen ging es bergauf, keine Sicht auf die Berge:-( .
Am Campplatz angekommen, rissen die Wolken auf und wir konnten den Condoriri betrachten. Kaum angekommen, kehrte die Eseltreiberin wieder ins Dorf zurueck. Am naechsten Morgen um 8 Uhr stand ihr Mann mit den Eseln wieder im Campplatz, um unser Gepaeck weiter zu transportieren.


Idyllischer Campplatz, weit und breit niemand, ausser neugiereige Lamas.


Mario, unser "guia" und Koch, mmmhhh.

Erwachen am Morgen....

Zum Glueck hielt unser Zelt dem Schnee stand, so dass wir frohgelaunt den Anstieg auf den Pass auf 4900m in Angriff nahmen.

Abstieg im Schneetreiben...

Endlich kein Schnee mehr, Zeit fuer die Zwischenverpflegung.

Unser zweiter Campplatz am Fusse von Marias Herz (links) und dem Huayna Potosi (6131m)



Auch in der zweiten Nacht kam der Schnee bedrohlich nahe. Unser Zelt war am Morgen mit einer Eisschicht bedeckt. Die Natur hat uns aufgezeigt, dass im Moment definitv kein Trekkingwetter ist. Wir haben die Tage draussen in der Natur auch bei Schnee und Regen genossen, doch wollen wir es nicht wiederholen. Morgen ziehen wir darum weiter nach Peru. Das naechste Mal kommen wir wieder bei Trekkingwetter nach Bolivien, denn hier gibt es einige wunderschoene Bergtouren.

Auf 5000 m, bis zum Gipfel des Huayna Potosi fehlen noch ueber 1000 m!