Freitag, 21. November 2008

Trekking Torres del Paine

7 unglaublich schoene Tage bei praechtigstem Wetter im wunderschoenen Nationalpark. Leider koennen wir euch nicht mit schoenen Fotos bedienen, da unsere Kamera bereits auf den ersten Kilometern schlapp machte :-) Im Internet findet ihr sicher andere schoene Bilder vom Nationalpark.

1.Tag: Wanderung durch die chilenische Pampa, hart gegen den patagonischen Wind, den Bergen entgegen. Die Wanderung fuehrte durch eine einsame Gegend, denn der Touristenstrom waehlte die bequemere Variante, mit dem Boot ueber den See. Nach 3 Stunden erreichten wir den tuerkisblauen Pehoesee. Durch rot bluehende Straeuche fuehrte der Weg noch gut 1 Stunde witer bis zum Campingplatz.

2.Tag: Nach einer Nacht im Regen und Sturm gruesste uns am Morgen die Sonne. An diesem Tag liess sich der Touristenstrom nicht vermeiden, denn alle wollten den Grey-Gletscher, ein Teil des suedlichen Eisfeldes, sehen. Wunderschoener Anblick des praechtigen Gletschers, je naeher wir kamen, um so eindruecklicher erschien er. Im grauen Grey-See schwammen blaue Eisabbrueche, ein schoener Kontrast. Auf dem Weg zum Campingplatz beobachteten wir eine Eule Aug in Auge auf einem Ast sitzen, das erste Mal, dass wir einer Eule in freier Natur so nahe kommen. (OK, Aug in Auge ist gelogen, denn die Eule schlief und hatte dementsprechend die Augen geschlossen). Unseren Campingplatz waehlten wir oberhalb des Gletschers. Ein Specht gruesste uns frech direkt ueber unser Zeltplatz. Mit Blick auf den Gletscher kochten wir unser Nachtessen und genossen den Sonnenuntergang. Ein Condor kreiste fuer einige Minuten 5 Meter ueber unsere Koepfe, ein unvergesslicher Anblick, dieser Condor ueber den Gletscher. Er kam uns so nahe, dass wir bereit waren, uns mit den Fuessen zu wehren. Aber wahrscheilich waren wir ihm zu alt und zaeh. Ein Vogeltag:-)

3. Tag: Gleicher Weg zurueck, mit immer wieder Blick zurueck zum Gletscher bis zum Ausgangspunkt fuer den nachsten Hoehepunkt.

4.Tag: Aufstieg in die Valle Frances, ein wildes Tal. Oben konnten wir in Ruhe den Anblick der eindruecklichen Berge mit den steilen Felswaenden bestaunen. Da schlug das Kletterherz hoeher, doch diese Berge sind uns definitiv einige Nummern zu gross ;-). Beim Abstieg beobachteten wir, wie eine Bergente mit ihren Kueken den Fluss ueberquerten, ganz schoen mutig und geschickt die Kleinen. Auf dem naechsten Campingplatz genossen wir vom schoensten Platz aus den wundervollen Ausblick auf den spiegelglatten See. Die Spiegelungen waren einmalig, denn so windstill ist es wohl selten in diesem Gebiet.

5. Tag: Die Torres warteten auf uns. Bei stahlblauem Himmel naeherten wir uns den Torres. Obwohl wir von der langen Wanderung zum Camp muede waren, entschieden wir uns, die Torres noch am selben Abend in der Abendsonne zu geniessen. Maechtige Tuerme, dagegen sind die bergeller Tuerme nur Zwerge.

6. Tag: Schock beim Erwachen. Alice sah aus wie nach einem Boxkampf - ihr Gegner, nein nicht Erich, sondern ein sechsbeiniges, fliegendes patagonisches Wesen. Das Auge war zeimlich zugeschwollen und rot umrandet...
Um die wundervollen Eindruecke setzen zu lassen, uebernachteten wir gleich nochmals in der Torres-Basis. Den Tag verbrachten wir mit einem kurzen Spaziergang zur Valle del Silencio.

7. Tag: Abstieg und Rueckkehr nach Perto Natales.

Eine unvergessliche Woche!

Nun bleiben wir in Puerto Natales um auszuruhen und unser Material zu ersetzen. Fotokamera gab Geist auf, den Luftmatratzen ging die Luft aus und die Wandersocken schwammen nach gruendlicher Waesche den Fluss runter. Uns geht es gut, Alice Auge ist fast wieder im Normalzustand.
Saludos de Puerto Natales
Erich y Alice

Die Videofunktion unserer Kamera funktionierte: (5. Tag die "Torres del Paine" nicht zu verwechseln mit dem Cerro Torre, der steht beim Fiz Roy)







1 Kommentar:

Kristin hat gesagt…

Holá vos tratamundos! Herzliche Grüße aus Heinersbrück senden euch Lydia,Reinhold,Frances,Heino,Stephan und Kristin! Wir verfolgen regelmäßig eure Tour und freuen uns über die schönen Fotos! Wir haben die Feiertage gut überstanden und bleiben bis Neujahr bei unseren Eltern. Heut Abend fahren wir nach Berlin in die "Unsichtbar" und essen dort mal im Dunkeln ;o).Leider liegt hier kein Schnee, aber seid gestern ist es richtig kalt und frostig.
Unsere "Schweizpläne" haben sich nun doch zerschlagen und wir wandern nach Mallorca aus. Stephan arbeitet dort seid Oktober in einer deutschen Baufirma, wo ich dann ebenfalls im Büro anfangen kann. Es gefällt ihm sehr gut und Ende März steht dann der große Umzug an. Nun heißt es auch für uns fleißig "aprender el espanol"!
WIR WÜNSCHEN EUCH EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR, VIEL SPASS BEI DER NEU ANSTEHENDEN ARBEIT UND NOCH VIELE SCHÖNE ERLEBNISSE "en el culo del mundo" ;o)! Herzlichst Kristin und Familie